Justus Blümer

Traffic & Backlinks mit YouTube [Case Study]

Ich habe vor ein paar Monaten eine neue Domain registriert und ein kleines Projekt aufgesetzt (10 Seiten Content):

Jetzt galt es, die Seite mit Backlinks zu versorgen. Man hat in der Nische viele schöne Möglichkeiten, sei es jetzt Linktausch mit anderen SEOs oder Gastposts in den zahlreichen Blogs, die es da gibt. Wer sich immer noch dem Vorurteil der technikfernen Frauenwelt hingibt, sollte einen Blick auf die Beauty-Blogosphäre werfen, die wirklich gut vernetzt und ziemlich aktiv ist.

Aber das dauert und Artikel und Gastposts schreiben kostet in Bereichen, mit denen man sich wenig auskennt, entweder Nerven, Zeit, Geld oder alles zusammen. Ein recht erfolgreiches Experiment war da Werbung auf YouTube.

Werbung mit YouTube und ohne AdWords

Statt nervige Banner zu buchen, habe ich ein qualitativ gutes Produkt, das ich auch auf der Seite bewerbe, gekauft (35 €) und nach voriger Absprache an eine YouTube-Nutzer geschickt. Besagte YouTuberin ist mit über 80 Videos rund um das Thema Kosmetik nicht neu im Geschäft, aber mit 5.000 Abonnenten noch eher ein Underdog. Ein durchschnittliches Video von ihr bekommt rund 10.000 Views.

Als Gegenleistung hat sie ein Testvideo für das Produkt gedreht und meine Website prominent eingeblendet, darauf hingewiesen und in der Sidebar verlinkt.


(Klicken zum Vergrößern)

Backlinks

Als Linkbait habe ich ein Gewinnspiel veranstaltet, das auf der Website sehr prominent angepriesen wird. Der Gewinn war ein hochpreisiges Produkt aus der beworbenen Nische, das jeder gerne hätte. Die einzige Bedingung zur Teilnahme war, einen Link auf die Website zu setzen. Das ist plump, aber ohne die Bedingung hätte es kaum so funktioniert, denke ich.

Rechnet man die Teilnehmer weg, die ihre private Facebook-Seite mit dem Link versehen oder ihn irgendwie anders wertlos machen, komme ich auf 60 generierte Backlinks aus Blogs, meistens von Subdomain-Bloghostern, aber durchaus auch von Blogs mit eigener Domain. Von Twitter-Accounts, von Foren-Profilen, Signaturen, etc. pp. Das sind alles keine Killer-Links, aber der Mix stimmt und es sieht natürlich aus. Zu bedenken ist auch, dass die Links oft in themenrelevantem Kontext auftauchen, weil die Blogs und Foren in der Regel irgendetwas mit Schönheit oder Kosmetik zu tun haben und gut mit Content gefüllt sind.

Über die generierten Links kommen noch mehr Leute, und spätestens wenn das erste „Gewinnspiel-Blog“ darüber schreibt und 20 weitere folgen, kann man das viral nennen. In kleinem Maßstab, aber es läuft von selbst.

Mittlerweile ist die Website für das Hauptkeyword auf Platz 17 neu eingestiegen, ich bin gespannt wie sich die Rankings verändern, wenn die ganzen Backlinks in Googles Ranking-Hirn angekommen sind.

Habt ihr schonmal ähnliche Experimente gemacht? Was für Effekte habt ihr bemerkt?